B197: Automatikprüfung mit Schaltkompetenz

Lernfolien

Ausbildung•2 Min. Lesezeit•Stand: 04.10.2026

Was bedeutet B197?

Wer die praktische Klasse-B-Prüfung auf einem Fahrzeug ohne Schaltgetriebe ablegt, erhält grundsätzlich eine Beschränkung auf entsprechende Fahrzeuge. Die nationale Schlüsselzahl 197 schafft für Klasse B einen besonderen Weg: Die Prüfung kann auf einem Automatikfahrzeug abgelegt werden, während die erforderliche Kompetenz mit einem Schaltfahrzeug bereits während der Fahrschulausbildung nachgewiesen wird.

Welche Schaltausbildung ist erforderlich?

Für den Nachweis sind mindestens zehn Fahrstunden zu je 45 Minuten auf einem Fahrzeug der Klasse B mit Schaltgetriebe vorgeschrieben. Diese Ausbildung soll die sichere, verantwortungsvolle und umweltbewusste Bedienung eines Schaltfahrzeugs vermitteln.

Anschließend muss der Fahrschüler in einer mindestens 15-minütigen Fahrt innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften zeigen, dass er ein Schaltfahrzeug sicher beherrscht. Erst wenn diese Kompetenz nachgewiesen ist, kann die Fahrschule die vorgeschriebene Bescheinigung ausstellen.

B197 ist nicht dasselbe wie „Automatikbeschränkung“

Das entscheidende Lernziel ist der Unterschied zwischen einer reinen Automatikbeschränkung und dem B197-Weg. Bei B197 wird die praktische Fahrerlaubnisprüfung zwar auf Automatik abgelegt, die Schaltkompetenz wird aber separat in der Fahrschule nachgewiesen.

Worauf sollte man achten?

Wer später weitere Fahrerlaubnisklassen erwerben möchte, sollte sich vorab beraten lassen, welches Prüfungsfahrzeug und welche Schlüsselzahlen für die gewünschte Erweiterung sinnvoll sind. Die Folgen einer Automatikprüfung können bei anderen Klassen anders zu beurteilen sein als bei der Klasse B mit Schlüsselzahl 197.

Merke

B197 = Automatik-Prüfungsfahrzeug plus mindestens 10 × 45 Minuten Schaltausbildung plus mindestens 15 Minuten Kompetenzfahrt auf Schaltwagen.

Praxis- und Lernhinweis

B197 ist besonders interessant für Fahrschüler, die die Prüfung entspannter auf Automatik ablegen möchten, aber im Alltag später auch Schaltwagen fahren wollen. Die zehn Schaltstunden sind dabei keine Formalität: Kupplung, Gangwahl, Anfahren am Berg, Schalten in Kurvennähe und vorausschauende Gangwahl müssen sicher funktionieren. Vor Vertragsabschluss sollte man außerdem klären, ob die Fahrschule geeignete Schalt- und Automatikfahrzeuge verfügbar hat und wie die Schaltausbildung in den Gesamtplan integriert wird.

Quellen

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